smartrating: auf Gründersituation angepasstes Ratingmodell

smartrating hat als unabhängiges Ratingmodell das Ziel, die asymmetrische Informationsverteilung zwischen den an der Gründung Beteiligten zu verringern, indem das Modell Konzept- und Marktdaten bzw. die Bonität sowie persönliche Eigenschaften des Existenzgründers im Rahmen von standardisierten Qualitäts- bzw. Risikoklassen bewertet. Dabei bezeichnet smart die Zugehörigkeit zur Familie der smart-Gründungsmodule und „rating“ die Bezeichnung für die Zahlungsfähigkeit eines Schuldners, d.h. eines Gründers, der ein Darlehen der Bank oder eine Beteiligung eines Investors erhalten will.
 

Ohne Rating geht es nicht

Da Banken aufgrund der regulatorischen Vorgaben von Basel II und Basel III zu einem Rating verpflichtet sind, ist die Einschätzung der Bonität keine bloß hinreichende, sondern eine notwendige Bedingung für Kreditinstitute. Andere Gläubiger und vor allem Investoren mit Beteiligungsmodellen mögen hier regulatorisch befreit sein, verzichten jedoch nicht auf den Aussagewert einer professionellen Ratingeinstufung.


Fehlende historische Daten bei Gründern erschweren Bewertung

Dabei kann bei einem Gründer ein Rating im Sinne der Bewertung von Vermögens-, Finanz- und Ertragslage mangels historischer Daten häufig gar nicht erfolgen. Die Hilfskonstruktionen von Banken, künftige Cash Flows oder Plan-Rechnungen zu bewerten, befriedigen meist nur zum Teil. Ratingfehler, die in der Wissenschaft als Alpha- und Betafehler bezeichnet werden, d.h. dass zum einen an sich gute Gründungen mangels Daten zu schlecht geratet werden und umgekehrt ex post erfolglose Gründungen ex ante zu gut bewertet werden, sind bei keinem Ratingsystem ausschließbar. Dies gilt auch für das smartrating.


smartrating berücksichtigt qualifizierte Erfolgskriterien

Im Unterschied zu vielen anderen Ratingmodellen versucht smartrating gar nicht erst eine Ausfallwahrscheinlichkeit (PD) mit mathematisch-statistischen Hinterlegungen im Sinne der Bankenregulation aufzustellen, sondern durch ein validiertes und kalibriertes Modell, das auf vielfältiger Erfahrung basiert, eine Einschätzung der Erfolgswahrscheinlichkeit der Gründung zu ermitteln. Basis des Modelles sind wissenschaftliche Grundlagenstudien sowie die Pre-Tests von qualitativen und quantitativen Kriterien bei erfolgten Gründungen unter Einbezug der umfassenden Gründungsliteratur. Datenbasen sind weiterhin KfW-Gründungsmonitore, Creditreform-Auswertungen und DuB-Datenbasen.


Wichtig für die Reliabilität und Validität des smartratings sind neben einer umfassenden Datenerhebung (über die elektronische Gründerakte smartakte) die Definition so genannter Rating-KO-Kriterien, d.h. von Banken häufig als Warnsignale bezeichnete Faktoren, die eine Bonitätseinstufung unmöglich machen. Beispiele sind erfolgte Insolvenzen, Eigenkapitalquote,  Auslandsstandort oder unbefriedigende Kontoführungen in der Vergangenheit. Dass die Bewertung der qualitativen Faktoren von der Gründerpersönlichkeit bis zum Marktpotential hier höher gewichtet werden muss, als die als Planzahlen vorliegenden Rechnungswesen-Daten, versteht sich im Gründungsumfeld von selbst. Gewichtungen von Faktoren und aussagefähige Ratingurteile sind ebenfalls für die Validität wichtig. smartrating ist entwickelt worden, um die Zukunftsfähigkeit eines (zu gründenden) Unternehmens aufzuzeigen, bei der neben quantitativen Einflussgrößen auch die Anforderung einer nachhaltigen Berücksichtigung qualitativer Kriterien bestmöglich erfüllt wird.


Fazit


Prof. Dr. Ottmar SchneckAll diese Voraussetzungen liegen im Bewertungsmodell smartrating vor und wurden von Prof. Dr. Ottmar Schneck, geschätzter Rating- und Finanzexperte, abschließend testiert.