KFW bestätigt: nur 2 Prozent Ausfallquote bei Gründungen

04.06.2019 - 10:45
Die Anzahl Vollerwerbsgründungen ist im vergangenen Jahr auf 255.000 gestiegen, so der aktuelle KfW-Gründungsmonitor. Angestiegen ist auch der Bedarf und die Höhe an externen Finanzmitteln sowie das Interesse ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Allerdings: die Chancen für eine Gründungsfinanzierung haben sich verschlechtert.

Ein Schwerpunkt des aktuellen Gründungsmonitors ist deshalb auch das Thema Lebensdauer von Neugründungen und Finanzierungschancen von Gründerinnen und Gründern.

Zunächst ist festzustellen, dass die Bestandsfestigkeit von Vollerwerbsgründungen, die einen Kapitalbedarf von über 25.000,- EUR haben, nach drei Jahren bei 86 Prozent liegt. Diese Quote widerspricht den landläufigen Vorurteilen, dass 30 Prozent aller Unternehmensgründungen nach drei Jahren vom Markt verschwunden wären.

Am häufigsten endet die Geschäftstätigkeit von Vollerwerbsgründungen aus persönlichen Gründen (32 Prozent) oder weil das Vorhaben befristet angelegt war (20 Prozent). Immerhin 18 Prozent haben die Unternehmenstätigkeit aufgegeben, weil sie ein besseres Jobangebot erhalten haben. Aber „nur ein kleiner Bruchteil der Beendigungen erfolgt aufgrund von Insolvenz“. Die Insolvenzquote nach drei Jahren liegt bei nur zwei Prozent, stellt die KfW in ihrer Untersuchung fest (siehe Grafik KfW Gründungsmonitor).

„Abbruchquoten können daher nicht mit „Ausfallquoten“ gleichgesetzt werden“, so die Autoren des Gründungsmonitors. Denn ein Abbruch der Geschäftstätigkeit, ob durch ein besseres Jobangebot oder aus persönlichen Gründen, bedeutet keinesfalls, dass der Kapitaldienst nicht erfüllt worden wäre.


Finanzierungschancen für Gründer gesunken

Die Gründungsfinanzierung bleibt dennoch eine der Hauptursachen, woran Gründungsplanungen scheitern. Fast die Hälfte aller Gründer haben ihr Vorhaben aufgrund von Finanzierungsschwierigkeiten aufgegeben, „zuletzt mit 57 Prozent besonders viele. Damit ist auch die Barrierewirkung von Finanzierungsschwierigkeiten etwas stärker geworden.“


Fehlendes Rating, hohe Fixkosten und hoher Aufwand

Die KfW muss konstatieren, dass trotz aller Maßnahmen, die die aktuelle Politik eingeleitet hat, Finanzierungschwierigkeiten das größte Gründungshemmnis darstellen und die Schwierigkeiten für Gründungsvorhaben eher wachsen. „So fehlen Gründern tendenziell vertrauensbildende und risikominimierende Elemente wie eine Unternehmenshistorie oder Sicherheiten.“ Hinzu kommt, dass die Vergabe kleinvolumiger Kredite für die Finanzinstitute aufgrund hoher Fixkosten unattraktiv ist. Der Aufwand sei für Banken beträchtlich.

Aber auch Gründer, die ihre Vorhaben in die Tat umgesetzt haben, beklagen, dass der Aufwand für eine Finanzierung sowie das finanzielle Risiko und der Aufwand sehr hoch sind.

Ein weiterer Faktor der Unsicherheit, so die Aussagen der Gründer, ist die Bewertung der Geschäftsidee und natürlich die Angst vor dem Scheitern und dem damit verbundenen sozialen Abstieg und entsprechenden Kosten.

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